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Neues Fahrzeug: Versorgungs-LKW

Auf dieser Seite möchten wir über die Beschaffung des neuen Versorgungs-LKW informieren. Hier werden Infos und Neuigkeiten über das Fahrzeug veröffentlicht.


Der sogenannte Versorgungs-LKW (kurz „V-LKW“) wird in der Feuerwehr als Fahrzeug zum Transport von Rollcontainern und Einsatzkräften verwendet. Die Rollcontainer, welche auf der Ladefläche verladen sind, können für verschiedenste Einsatzbereiche ausgestattet werden. Beispiele für die Ausstattung der Rollcontainer sind Schlauchmaterial, Tauchpumpen, Beleuchtungsmaterial, Ausrüstung zur Ölspur oder zur Verkehrsabsicherung. Dabei sind die Rollcontainer flexibel auf dem Fahrzeug zu verstauen und am Einsatzort durch die Rollen problemlos von einer Einsatzkraft rückenschonend und leichtgängig zu bewegen. Durch die am Heck befindliche Ladebordwand lassen sich die Rollcontainer sowie anderes Ladegut schnell und einfach be- und entladen. Die Staffelkabine des V-LKW bietet Platz für bis zu 6 Personen und beherbergt weitere Ausstattung wie Funkgeräte und Handlampen.



Ersatz für 39 Jahre alten Oldtimer


Das neue Fahrzeug soll das älteste Fahrzeug im Fuhrpark der Feuerwehr Werneck ersetzen: Einen MAN 13.168 HA „Rundhauber“ aus dem Jahre 1980! Dieser Oldtimer ähnelt in seiner Bauweise dem zukünftigen Fahrzeug, da er ebenfalls eine Hebebühne und einen Pritschenaufbau besitzt. Doch auch wenn jeder dieses Fahrzeug durch seinen Oltimer-Charme liebt, ist der alte GW-L2 im Einsatz nicht sehr praktikabel. Fehlende Servolenkung und eine weit vorstehende Motorhaube sowie eine langsame Beschleunigung fordern die Fahrer dieses Klassikers im Einsatz immens. Somit wird es Zeit für einen würdigen Nachfolger, welcher den aktuellen Stand der Technik repräsentiert und somit für die Einsatzkräfte einen sicheren und effektiven Einsatz ermöglicht.



Zugfahrzeug für den Verkehrssicherungsanhänger


Neben den Vorzügen der aktuellen Technik, der größeren Kabine und den Rollcontainern soll das neue Fahrzeug auch zum neuen Zugfahrzeug für den Verkehrssicherungsanhänger werden. Dieser Anhänger kommt bei allen Einsätzen auf den Autobahnen im Einsatzgebiet der Feuerwehr Werneck zum Einsatz. Hiermit werden betroffene Fahrspuren während des Einsatzes blockiert.

Bisher wird der Verkehrssicherungsanhänger von einem Ford Transit gezogen. Seit mehreren Jahren raten allerdings u. a. die Feuerwehrschulen Bayerns: »Zusätzlich zu den Sicherungsgeräten sollte auch ein möglichst schweres Sicherungsfahrzeug zur Absicherung der Einsatzstelle eingesetzt werden. Dies ist vor allem auf Autobahnen und autobahnähnlich ausgebauten Straßen notwendig. Das Sicherungsfahrzeug schafft hierdurch eine Pufferzone als zusätzlichen Schutzbereich. […] Das Sicherungsfahrzeug dient in der Regel als Zugfahrzeug für den Verkehrssicherungsanhänger.«

Ziel dahinter ist es, die Wucht bei einem möglichen Aufprall durch einen PKW oder LKW möglichst stark abzufangen. Somit sinkt die Gefahr der im Einsatz befindlichen Personen durch einen solchen Unfall, da der V-LKW mit seinen bis zu 16 Tonnen eine deutlich höhere Bremskraft bei einem Unfall aufweist als ein Transporter mit ca. 3 Tonnen.




Versorgungs-LKW ist bestellt (14.11.2019)


»Zugestimmt hatte der Gemeinderat im Mai der Anschaffung eines neuen Versorgungs-Lkw für die Feuerwehr Werneck. Bei der Ausstattung hatte sich der Rat mehrheitlich für eine Staffelkabine, Zwillingsbereifung und Rollcontainer ausgesprochen. Mit der Ausschreibung beauftragt wurde das Ingenieurbüro Schur aus Schwebheim. Die Ergebnisse der europaweiten Ausschreibung stellte Michael Schur jetzt im Gemeinderat vor. Für jedes der vier Lose waren demnach zwei bis drei Angebote eingegangen.

Neuer Lkw für 254 000 Euro
Die wirtschaftlichsten Angebote machten die Firma MAN Truck+Bus München mit 93 000 beim Fahrgestell sowie die Firma Brandschutztechnik Görlitz bei den übrigen Losen: Fahrzeugauf- und ausbau für 91 307 Euro, die feuertechnische Beladung für 8974 Euro und vier Rollwägen[sic] für 20 200 Euro. In der Summe kostet der Versorgungs-Lkw inklusive der in den genannten Preisen noch nicht enthaltenen Mehrwertsteuer somit 254 000 Euro. Bei vier Gegenstimmen vergab der Rat die Aufträge an die beiden Firmen. Zugesagt hat die Regierung von Unterfranken bereits eine Förderung in Höhe von 38 900 Euro.« Quelle: Main-Post

Bilder eines GW-L2 aus dem Hause Brandschutztechnik Görlitz, das Fahrzeug ähnelt den Plänen für den Wernecker V-LKW: