GAMS im Realtest – Training für den Ernstfall
Veröffentlich am: 03.09.2026Wenn bei der Feuerwehr von GAMS die Rede ist, geht es in den seltensten Fällen um die Kletterkünstler aus dem Hochgebirge, sondern um Gefahrgut. Die Abkürzung steht für Gefahr erkennen - Absperren - Menschenrettung - Spezialkräfte alarmieren. Da die Feuerwehr Werneck mit dem dort stationierten CBRN-Erkunder eben jene Spezialkräfte stellt, ist ein regelmäßiges Üben entsprechender Lagen unerlässlich.
Vor kurzem stand wieder ein derartiges Szenario auf dem Übungsplan. In der angenommenen Lage verunfallte ein PKW mit Anhänger, auf dem ein IBC-Behälter mit unbekanntem Gefahrgut geladen war. Infolge des Unfalls wurde der transportierte Behälter beschädigt und lief aus, die beiden Fahrzeuginsassen konnten jedoch keine näheren Angaben zum Gefahrgut machen. Für die eingesetzten Kräfte bedeutete das, die entsprechend der GAMS-Regel vorgesehenen Erstmaßnahmen durchzuführen.
Im weiteren Einsatzverlauf wurde dann in schweren Chemikalienschutzanzügen und unter Zuhilfenahme der vorhandenen Messgeräte und Sensorik ermittelt, um welchen Gefahrstoff es sich handelt, um dann die weitere Ausbreitung zu verhindern und den Inhalt des Behälters schließlich in ein intaktes Gefäß umzufüllen.
Bei der anschließenden Nachbesprechung zeigte die Übungsleitung sich zufrieden mit den beobachteten Abläufen. Neben den Kräften, die direkt im Gefahrenbereich eingesetzt sind, profitiert auch die außerhalb der Absperrgrenze agierende Mannschaft extrem von solchen Szenarien. Hier kommt es darauf an, durch vorausschauendes Handeln und kluge Vorbereitung den Einsatz im Gefahrenbereich so sicher und effizient wie möglich zu gestalten. Genau diese Routine hilft uns, für den Ernstfall bestmöglich vorbereitet zu sein, so dass jeder Handgriff sitzt, wenn es wirklich zählt.




















