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Bischof fuhr gen Himmel

Veröffentlich am: 13. November 2016

Dass ein katholischer Bischof zum Himmel schwebt, ist nicht alltäglich. Möglich gemacht haben dies am Samstag die Feuerwehren von Bergrheinfeld, Grafenrheinfeld und Garstadt, die Bischof Friedhelm Hofmann bei dessen Pfarreienbesuch die Leistungsstärke der Brandschützer demonstrierten. Zum Programm gehörte auch eine Fahrt des Kirchenmannes im Korb der Drehleiter die Kirchenfassade hinauf.

Schauübung auf dem Kirchplatz

Für die Schauübung auf dem Grafenrheinfelder Kirchplatz hatte sich Kreisbrandinspektor Peter Höhn folgendes Szenario ausgedacht: ein Verkehrsunfall mit drei eingeklemmten Personen. Nach Höhns Startzeichen trafen die Feuerwehren aus Grafenrheinfeld und Bergrheinfeld mit je zwei Fahrzeugen am Kirchplatz ein, wo die „Verletzten“ in zwei Pkw auf ihre Befreiung warteten. Die Retter spulten in aller Ruhe Schritt für Schritt ihr Einsatzprogramm ab. Sie erkundeten, leuchteten die Einsatzstelle aus, sicherten gegen Brandgefahr ab, und die Feuerwehr Garstadt lenkte den Verkehr.

Die hydraulischen Geräte wie Rettungsschere und Spreizer kamen zum Einsatz. Das Dach des ersten Autos wurde entfernt, beim zweiten wurden die Türen geöffnet. Nach 20 Minuten war die erste Person befreit, nach 30 Minuten die dritte.

100 Schaulustige verfolgten die Übung

Rund um die „Einsatzstelle“ klickten die Fotoapparate und es liefen die Videofunktionen der Handys. Während Kreisbrandmeister Mirko Böhm per Lautsprecher den Übungsverlauf den rund 100 Schaulustigen erklärte, zeigte sich Bischof Hofmann sehr interessiert und erhielt vom Kreisbrandinspektor zusätzliche Informationen.

„Ich bedanke mich für den außergewöhnlichen Nachmittag und bin sehr beeindruckt von der Leistung der Feuerwehren“, sagte der Bischof. Hofmann erinnerte an die Wirklichkeit, wo es Tote und Verletzte gebe, und er sei froh, dass es für die Helfer die Notfallseelsorger gebe. Einer stand neben ihm: Dekan Werner Kirchner.

Mit dem erfolgreichen Übungsausgang war der Feuerwehreinsatz aber noch nicht zu Ende: Kreisbrandinspektor Höhn übergab dem Bischof den einer preußischen Pickelhaube nachempfundenen „Ehrenhelm“ der Kreisbrandinspektion und erinnerte an den Floriansgottesdienst in Bergrheinfeld 2008, an dem Hofmann teilgenommen hatte. Jener – stets einen lockeren Spruch auf der Zunge – konterte: Die Würzburger Bischofsmitra würde inzwischen auch als Fried-Helm bezeichnet.

Aug in aug mit dem Frankenheiligen Kilian

Im Korb der Drehleiter der Feuerwehr Werneck wurden der Bischof und Dekan Kirchner dann gen Himmel gehievt – an der Kirchenfassade entlang bis zur Bischofsfigur. Dort sah sich Hofmann Aug in Aug gegenüber mit der steinernen Ausgabe des Frankenheiligen Kilian.

Bischof Friedhelm Hofmann: „Als ich im Korb angebunden wurde, hat mich das an meine Bischofsweihe erinnert, als Kardinal Joachim Meisner zu mir gesagt hat: ,Jetzt wirst du angekettet.‘“

Der Feuerwehreinsatz war zwar der Hingucker des Samstags, doch der Anlass des Bischofsbesuchs war ein ganz anderer: Friedhelm Hofmann besuchte im Rahmen seiner regelmäßigen Visitationen die Pfarreiengemeinschaft von Bergrheinfeld, Garstadt und Grafenrheinfeld. Während der Tag mit einem Pontifikalamt in Bergrheinfeld begonnen hatte, nutzten am Nachmittag die Gläubigen die Gelegenheit, nach der Schauübung auf dem Kirchplatz in der angrenzenden Scheune mit dem Bischof ins Gespräch zu kommen.

Zum Besuchsprogramm des Bischofs gehörte auch die Besichtigung der Pfarrheim-Baustelle, eine Lichterprozession, ein weiteres Pontifikalamt in Grafenrheinfeld und Gespräche mit den Verantwortlichen der Pfarreiengemeinschaft „Zu den Frankenaposteln im Maintal“.