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Blaulicht & Bytes: Wernecks Feuerwehr wird zum digitalen Vorreiter

Veröffentlich am: 14.03.2026

Dass die Feuerwehr schnell ist, weiß jeder. Doch wie schnell die Freiwillige Feuerwehr Werneck auch im digitalen Raum agieren kann, hat sie nun mit einem beeindruckenden Projekt bewiesen. Innerhalb weniger Wochen hat ein kleines Team die Verwaltung und den Zugang zum Gerätehaus revolutioniert – unterstützt durch eine gezielte Förderung und mit beeindruckender Eigenleistung. Während IT-Projekte in Behörden oft Monate oder Jahre dauern, ging es in Werneck Schlag auf Schlag. Das Herzstück des Projekts - eine komplett in Eigenleistung entwickelte Mitgliederverwaltungssoftware – entstand innerhalb weniger Tage. Statt auf teure Standardlösungen von der Stange zu setzen, haben die Experten aus den eigenen Reihen ein Tool geschaffen, das exakt auf die Bedürfnisse der Wernecker Wehr zugeschnitten ist.

Der Mehrwert dieser Eigenentwicklung ist immens. „Wir haben jetzt eine Lösung, die genau unsere Abläufe abbildet und uns den Rücken für die eigentliche Arbeit freihält“, sagt Kommandant Christian Kullick. Die Software übernimmt dabei das komplette Management: Von der Anwesenheitserfassung bei Übungen über die Überwachung von LKW-Führerscheinen bis hin zu medizinischen Untersuchungen für Atemschutzgeräteträger. Alles ist rechtssicher protokolliert, automatisiert und per Mausklick abrufbar. Das System denkt mit und schlägt proaktiv Alarm, bevor eine Frist abläuft und bildet so quasi das Rückgrat der Einsatzbereitschaft.

Parallel zur Software wurde die Hardware des Gerätehauses auf das nächste Level gehoben. Der traditionelle Schlüssel hat ausgedient und wurde durch ein elektronisches Transpondersystem ersetzt. Das sorgt nicht nur dafür, dass das wertvolle Equipment der Wehr jederzeit und automatisiert sicher verschlossen ist, sondern bietet auch maximale Flexibilität. Temporäre Zutrittsberechtigungen für Handwerker oder räumlich begrenzte Zugänge für Übungsgäste lassen sich nun sekundenschnell verwalten – ein immenser Gewinn für die tägliche Organisation. Das System ist zudem 100% kompatibel zu anderen gemeindeeigenen Gebäuden.

Auch Bürgermeister Sebastian Hauck zeigt sich beeindruckt und sieht in der Umsetzung einen positiven Impuls für die Marktgemeinde. „Es ist toll zu sehen, mit welcher Eigeninitiative die Feuerwehr Werneck dieses Projekt vorangetrieben und in kurzer Zeit realisiert hat“, so Hauck. „Dass hier eine passgenaue Lösung in Eigenregie entwickelt wurde, ist ein Paradebeispiel für gelebtes Ehrenamt in unserer Gemeinde. Es zeigt, dass wir uns in Werneck auf hochkompetente Kräfte verlassen können, die auch über den Tellerrand hinausblicken.“

Ein Projekt dieser Größenordnung benötigt neben Manpower auch die entsprechenden Mittel. Hier kam die Deutsche Stiftung für Engagement und Ehrenamt (DSEE) ins Spiel. Mit Unterstützung durch die Förderung der Stiftung sowie mit Mitteln des Feuerwehrvereins konnte die moderne Infrastruktur finanziert und zeitnah realisiert werden. Die DSEE unterstützt bundesweit Projekte, die das Ehrenamt durch Innovation und Digitalisierung stärken – ein Ziel, das in Werneck vorbildlich umgesetzt wurde.

Für die Bürger in Werneck bedeutet dieses Plus an Digitalisierung vor allem eines: Eine noch schlagkräftigere Wehr. Denn jede Stunde, die die Führungskräfte dank der neuen Software bei der Bürokratie einsparen, investieren sie direkt in die Ausbildung und die Einsatzbereitschaft. Das Projektteam hat gezeigt, dass ehrenamtliches Engagement und professionelle IT-Entwicklung Hand in Hand gehen können. Die Feuerwehr Werneck mausert sich so zu einem Vorreiter der modernen Gefahrenabwehr und beweist damit, dass auch im eher traditionell geprägten Feuerlöschwesen Platz für Digitalisierung ist.

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