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Nach dem Einsatz ist vor dem Einsatz

Veröffentlich am: 3. August 2022

Dass ein Feuerwehreinsatz üblicherweise nicht damit beendet ist, dass wir die Einsatzstelle verlassen, ist dem einen oder anderen vielleicht bekannt. Aber wisst ihr, was wir danach noch alles erledigen müssen, um für den nächsten Alarm wieder vorbereitet zu sein?

Wir wollen euch heute anhand des Brandeinsatzes in Schnackenwerth aus der Nacht von Freitag auf Samstag einen kleinen Einblick geben, was im Hintergrund noch alles passiert und vor allem, wer uns bei unserer Tätigkeit unterstützt. Vorab: Ein derart großer Brandeinsatz kommt glücklicherweise sehr selten vor, dient in diesem Fall aber als sehr gutes Beispiel.

Los geht es mit unseren Einsatzkräften, die Löscharbeiten unter Atemschutz durchgeführt haben. Unmittelbar nach dem Einsatz legen diese ihre durch Brandgase und Ruß kontaminierte Ausrüstung ab und bereiten sie für die Reinigung vor. Die Einsatzkleidung wird in Säcke verpackt und später vom Hotel Krone Post in Werneck gewaschen und getrocknet. Herzlichen Dank für diese Unterstützung. Jede Einsatzkraft kümmert sich dann selbst um die Reinigung der Ausrüstungsgegenstände, die nicht in der Maschine gewaschen werden können, also Stiefel, Helm und Handschuhe.

Benutzte Atemschutzgeräte und -masken dürfen erst dann wieder in den Einsatz gebracht werden, wenn sie gereinigt, geprüft und ihr Einsatz dokumentiert wurde. Das passiert entweder in unserer eigenen Atemschutzwerkstatt oder in der Atemschutzwerkstatt des Landkreises. Die Masken und Geräte in den Fahrzeugen müssen dann unmittelbar nach dem Einsatz durch „frische“ ersetzt werden, denn es kann ja jederzeit passieren, dass wir erneut ausrücken müssen.

Da die Löscharbeiten an unseren Fahrzeugen deutliche Spuren hinterlassen haben, mussten auch diese am nächsten Tag umfassend gereinigt werden. Besonders die Drehleiter, die über einen längeren Zeitraum mit Brandrauch beaufschlagt wurde, benötigte einiges an Aufmerksamkeit. Aus den Geräteräumen der Fahrzeuge wurden dann alle benutzten und verschmutzten Ausrüstungs-gegenstände entnommen, geprüft und gereinigt. Zusätzlich mussten am Samstag alle Fahrzeuge noch aufgetankt werden, da zum Einrücken nachts um vier natürlich keine Tankstelle geöffnet war.

Selbstverständlich kümmerten wir uns dabei auch um den Teleskoplader, der uns bei den Nachlöscharbeiten wichtige Dienste geleistet hat und dankenswerter Weise von einem Kameraden zur Verfügung gestellt wurde.

Das verwendete Schlauchmaterial aus den Fahrzeugen wurde bereits unmittelbar nach dem Einsatz noch in der Nacht ersetzt. Beim Aufrollen und Sammeln der benutzten Schläuche konnte man schon erahnen, dass mit deren Reinigung eine besonders große Herausforderung anstand. Denn um für den nächsten Einsatz wieder bereit zu sein, müssen unsere Schläuche nach jeder Benutzung gereinigt, geprüft, ggf. repariert und im Schlauchturm getrocknet werden.

Insgesamt waren nach diesem Einsatz Schläuche mit einer Gesamtlänge von etwa 1.000 Meter wieder einsatzbereit zu machen. Zu diesem Zweck erklärten sich die Gerätewarte des Bauhofs an ihrem wohlverdienten Wochenende bereit, am Samstag auszuhelfen. Vielen Dank für Eure Unterstützung!

Um euch noch ein Gefühl für den zeitlichen Aufwand zu geben: Am Samstagmorgen kamen wir gegen vier Uhr wieder am Feuerwehrhaus an und konnten nach der Erledigung der dringendsten Arbeiten zur Wiederherstellung der Einsatzbereitschaft nach etwa anderthalb Stunden nach Hause. Am Samstag wurde dann von 10 bis etwa 16 Uhr gewaschen, geputzt und getankt. Unsere gereinigte und getrocknete Einsatzkleidung wurde bereits am Nachmittag wieder angeliefert, die wieder einsatzbereiten Atemschutzgeräte werden Anfang der Woche aus der Atemschutzwerkstatt geholt.

Wie ihr seht, braucht es viele helfende Hände, die im Nachgang eines so großen Einsatzes dazu beitragen, dass wir im Fall des Falles wieder in der Lage sind, helfen zu können. Jeder einzelnen dieser fleißigen Hände sei an dieser Stelle aufs Herzlichste gedankt!