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Feuerwehren nonstop im Einsatz

Veröffentlich am: 1. April 2017

Der Montag war ein Großkampftag für die Freiwilligen Feuerwehren von Werneck. Sie waren quasi nonstop im Einsatz, wie Kommandant Thomas Baucke berichtet. Ein Tag, der sicher in die Geschichte der Freiwilligen Feuerwehr eingehen wird.

Es begann schon kurz nach 7 Uhr. Statt zur Arbeit fuhren die Feuerwehrleute zum Einsatz. Zwischen Stettbach und der Bundesstraße 26 A musste eine Ölspur beseitigt werden. Unterstützt von den Feuerwehrleuten aus Stettbach dauerte dies nur eine gute halbe Stunde. Autos und Transporter waren kollidiert

Aber der Tag hatte noch mehr zu bieten. Um 9.30 Uhr wurde die Wehr bereits zum zweiten Mal alarmiert und zu einem Verkehrsunfall auf der A 70 gerufen. Zwei Autos und ein Transporter waren kollidiert. Die Fahrbahn musste gereinigt werden. Trotz des heftigen Aufschlags und der vielen betroffenen Insassen gab es nur Leichtverletzte. Nicht nur ein Glück für die Betroffenen, auch den Feuerwehrleuten blieb so die Bergung von Verletzten oder gar Toten erspart. Das sind Einsätze, die eine besondere psychische Belastung mit sich bringen.

Zurück im Feuerwehrhaus blieb den Floriansjüngern noch nicht einmal die Zeit, aus den Fahrzeugen auszusteigen. Sie wurden ein zweites Mal auf die A 70 gerufen. Ein Hängerzug mit 40 Tonnen war mit einem 60 Tonnen schweren Autokran zusammengestoßen. Als der 29-jährige Lkw-Fahrer von der Überholspur auf die rechte Fahrspur wechseln wollte, stieß er mit seinem Anhänger gegen das Führerhaus des dort fahrenden Autokrans. Der 40-jährige Fahrer kam mit seinem Koloss ins Schleudern. Er durchbrach den Wildschutzzaun rechts neben der Autobahn und kam in dem dahinter liegenden Feld zum Stehen, so die zuständige Polizeiinspektion. Kranfahrer stand unter Schock

Der Kranfahrer erlitt einen Schock und wurde vom Rettungsdienst versorgt. Der entstandene Sachschaden liegt bei 20 000 Euro. Dabei hatte der Kranfahrer großes Glück, so Baucke; denn wäre der Unfall zehn Meter vorher oder nachher passiert, wäre der Kran entweder an einem Autobahnpfeiler hängengeblieben oder an einer drei Meter hohen Böschung.

Der Unfallverursacher beging Fahrerflucht, konnte von der Polizei aber bereits an der Anschlussstelle Schweinfurt-Hafen gestellt werden. Die Insassen eines Lkw und zweier Pkw, die ebenfalls in den Unfall verwickelt wurden, blieben unverletzt.

Zurück im Feuerwehrhaus wollten sich die Feuerwehrleute gerade mit einem Getränk stärken, als der Alarm erneut losging. Zum dritten Mal hieß es aufbrechen in Richtung Autobahn. Diesmal wurde ein Pkw-Brand gemeldet. Die Rauchsäule erkannten die Feuerwehrleute bereits von Weitem. Jetzt musste erst das Auto gelöscht werden, dann die Böschung, die bereits in Brand geraten war. Autofahrer bildeten keine Rettungsgasse

Was Baucke besonders ärgert: Bei allen Einsätzen auf der Autobahn klappte es mit der vorgeschriebenen Rettungsgasse nicht. Die Einsatzfahrzeuge mussten sich durch eine nicht bis kaum vorhandene Rettungsgasse zwängen, so Baucke. Im Ernstfall, wenn Menschen verletzt sind, könne dies Leben kosten. Um 15 Uhr waren die vier Einsätze der Wernecker Wehr abgeschlossen, für einige der Floriansjünger bedeutete dies, dass sie, statt zur Arbeit zu gehen, den ganzen Tag im Einsatz waren, und das ehrenamtlich, so Baucke.

Nur halb so viele Einsätze, aber fast ebenso viel Stress hatte die Grettstädter Wehr dann am Dienstag. Sie wurde gemeinsam mit den Wehren von Gochsheim und Schonungen zu einem Hausbrand nach Weyer gerufen. Kaum rückten die Floriansjünger aus, ging der Alarm erneut los, zeitgleich wurde ein Brand in der Firma Schäflein Logistics in Grettstadt gemeldet. Der erwies sich allerdings als Fehlalarm. Dennoch musste die Wehr fast gleichzeitig zu zwei Einsatzorten ausrücken.

Der Hausbrand in Weyer erwies sich „nur“ als ein Küchenbrand. Der Schaden beläuft sich dennoch auf 75 000 Euro. Die Bewohner blieben unverletzt. Kleinlaster rammte Kleinwagen

Unmittelbar nach Beendigung der Löscharbeiten in Weyer wurden die Rettungskräfte erneut alarmiert. Die Feuerwehr Gochsheim hatte nur einen sehr kurzen Anfahrtsweg zu einem Unfall auf der A 70 zwischen den Anschlussstellen Schonungen und Haßfurt. Ein Kleinlaster war kurz vor der Talbrücke Untereuerheim auf die Überholspur gefahren und dort mit einem Auto zusammengeprallt, in dem drei junge Leute aus Main-Spessart saßen. Das Auto wurde auf den Pannenstreifen geschleudert. Als die Insassen ausgestiegen waren, setzte es sich von alleine wieder in Bewegung und wurde erst 100 Meter weiter von der Mittelleitschutzplanke gestoppt.

Der Pkw-Fahrer erlitt Schnittverletzungen. Die Autobahn war für eine Stunde komplett gesperrt. Hier lobten die Einsatzkräfte die hervorragend gebildete Rettungsgasse der im Stau stehenden Verkehrsteilnehmer.

Die Einsätze aller Wehren verliefen glimpflich. Dennoch muss man sich klarmachen, dass die Feuerwehrleute all dies ehrenamtlich leisten. „Nach vier Einsätzen hintereinander ist man schon ausgepowert“, sagt Baucke. Vor allem die Atemschutzträger, die in strahlender Frühjahrssonne den Pkw-Brand auf der Autobahn löschen mussten, waren komplett durchgeschwitzt. Bauckes Fazit für diesen besonderen Einsatztag: „Human, aber anstrengend.“

Quelle: Mainpost

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